Schaut man nur auf das Ergebnis, wirkt das 70:82 für die Ruhr Lippe Baskets Werne wenig spektakulär.

Leider sagt dieser Score nichts über den wahren Spielverlauf aus ,dieser wurde zur Überraschung aller zu einem blutleeren Auftritt.

Werne schmieß sich nach jedem Ball, es wurde gekämpft,für den anderen geklatscht und so der Schlüssel zum Spiel gefunden. Der GV probierte alle möglichen Schlüssel ,aber keiner passte an diesem Abend. Fast jede Entscheidung ob in der Defensive oder Offensive war die Verkehrte. Es fehlten jegliche Emotionen sowie der letzte Wille es besser machen zu können. Mit 38:70 lag man zwischenzeitlich im dritten Viertel zurück. Natürlich gibt es Abende im Sport, in den wenig bis nichts zusammen läuft. Das war so ein Abend, dennoch muss wenigstens die kämpferische Leistung stimmen.

Es muss jedem Spieler klar sein ,dass man in einer Liga, die nochmal deutlich an Niveau zugelegt hat, nur im Verbund Erfolg haben kann. Der Wille Siege holen zu wollen und als Team alles dafür zu geben ,ist die Grundvoraussetzung. Jeder Waltroper muss sich nach einem Spiel die Frage stellen,habe ich alles gegeben ,was ich habe.

Unter der Woche hat bestimmt jeder mehrfach in den Spiegel geschaut und hoffentlich eine Erkenntnis für die Zukunft daraus gezogen.

Vielleicht ist diese Mentalität bei einigen noch nicht angekommen, da man letztes Jahr trotz neuer Liga, überraschender Weise solchen Erfolg hatte. Es muss schnell eine Arbeitermentalität her, damit die Waltroper sich wieder aus der Abstiegszone befreien können.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es ,auch wenn dieser unerklärlich ist. Das letzte Viertel überrannten die Waltroper plötzlich ihren Gegner aus Werne mit 32:12 !!! Das spricht für die Moral im Team, trotzdem muss man sich die Frage stellen, warum diese letzten überragenden 10 Minuten so lange unter Verschluss geblieben sind.

 

Punkte:

Kottis 21, Heptner 17, Fürst 13, Abraham 8, Günsal 6, Pfahl 5, Yalcin, Noll, Fichte