SV Boele Kabel vs. GV-Waltrop : 98 : 71 (36:7 – 23:24 – 19:20 – 20:20)

Nachdem die U10 den 2. Platz hinter Recklinghausen in der Oberliga 4 belegt hatte, stand nun das Viertelfinale für die Westdeutsche Meisterschaft gegen SG VEK Boele-Kabel an. Dieser Gegner hatte während der laufenden Saison noch kein einziges Spiel in der als stärker eingeschätzten Staffel (Oberliga 3) verloren.

Beide Mannschaften hatten im Vorfeld ihren gesamten Anhang mobilisiert so dass eine entsprechende Kulisse im Sportzentrum Boele vertreten war – Aufgrund der besseren Platzierung in der Liga hatte Boele Heimrecht.

Die Verantwortlichen in Boele hatten groß aufgefahren und ein Rahmenprogramm organisiert. So gab es vor dem Spiel einen Einlauf mit Ansage der Spielernamen. Schon hier merkte man der Waltroper Mannschaft die Unerfahrenheit an, liefen die Boeler Spieler choreographiert mit Selbstbewußtsein und Dominanz auf das Spielfeld, waren die Waltroper eher unsicher, ob der neuen Situation. Immerhin war es das erste Mal überhaupt, dass sich eine Waltroper-Mannschaft für die Endrunde der Westdeutschen Meisterschaften qualifiziert hatte.

So war es auch zu Beginn des Spiels der übergroße Respekt vor Kulisse und Gegner der zu einem komplett Versagen aller Systeme führte. Ohne dass Mannschaft und anwesende Zuschauer so richtig verstanden hatten, was überhaupt passiert war, zeigte die Anzeigetafel nach dem ersten Viertel einen Zwischenstand von 36 – 7. Auch wenn im Vorfeld die Boeler Mannschaft als stärker einzuschätzen war, hätte mit diesem Ergebnis keiner gerechnet.

Umso erstaunlicher war der restliche Verlaufs des Spiels. Auf einmal besannen sich die Waltroper Spieler ihrer Tugenden und nahmen den Kampf an. Sie kämpften um jeden Ball, schalteten in der Offensive wesentlich schneller um und konzentrierten sich auch nach eigenen Ballverlusten wesentlich besser in der Defensive. Selbst der überragende Aufbauspieler von Boele – Jonas Langermann, der im ersten Viertel noch 21 Punkte verbuchen konnte, wurde von der Waltroper Defensive kontrolliert.

So gewann Waltrop den 2. und 3. Abschnitt und konnte auch im Vierten Abschnitt noch ein Unentschieden herausholen. Allerdings war trotz allem der Rückstand aus dem ersten Viertel nicht mehr einzuholen. Näher als 20 Punkte kamen die Waltroper nicht mehr heran. So konnte Boele einen sicheren Sieg verbuchen und wird nun im Halbfinale auf die Rheinstars aus Köln treffen. Das zweite Halbfinale wird von Citybasket Recklinghausen und der SG-Bonn bestritten.

Insgesamt kann die Waltroper Mannschaft sehr stolz auf eine fantastische Saison sein, an deren Anfang keiner mit solch einem Abschneiden gerechnet hätte. Insbesondere der Sieg gegen Recklinghausen zeigt, wie nah Trainer Ilker Günsal die Mannschaft an das obere Spitzenfeld herangeführt hat. So überwog am Ende die Freude und die Begeisterung für den tollen Erfolg.

Oskar Petersmann, Anton Zülch, Devin Dzikus (17Punkte, 3 Dreier), Jonas Bode (23, 3 Dreier), Lukas Freitag (6), Maximiliam Bölhauve (8 – 1 Dreier), Alexander Cemerenko(6), Henri Bode (3), Ben Kurpiers (5 – 1 Dreier), Mika Fligge(3, 1 Dreier)